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Stephan Vanselow

Kann eine Schulreform eine Reduktion der Jugendhilfe bewirken?

Hochschule Neubrandenburg, 2010

Abstract: Die Arbeit untersucht, welche Möglichkeiten sich in Verbindung mit einer Schulreform, in Bezug auf die Kinder- und Jugendhilfe, ergeben. Ist eine Reformierung der Schule in der Lage Bedingungen zu schaffen, die eine Reduktion der Jugendhilfe ermöglichen? Das heißt auf Teile der Jugendhilfe, die sich aus den vielfältigen Benachteiligungen ergeben, die aus der Lebenswelt und der heute noch herkömmlichen Art der Schulumgebung der Jugendlichen entstehen? Die allem voranstehende Frage lautet also: Wie kann die Zahl derer, die als Bildungsverlierer oder -benachteiligte bezeichnet werden und deren Zahl immer mehr ansteigt (trotz des demographischen Wandels) drastisch gesenkt werden? Der Gedanke hinter der Frage ist der, dass nur so die auf die Bildungsverlierer zugeschnittenen Jugendhilfemaßnahmen reduzierbar sind. Denn die Effekte dieser Maßnahmen nehmen keinerlei Einfluss auf die bildungsbiographisch bedingten Ursachen, selbst wenn sie es wollten. Die Jugendhilfe bearbeitet vielmehr nur die Folgen, die aus der Benachteiligung entstehen und reduziert, lindert oder merzt sie gar aus, aber sie wird dadurch niemals den Kreis der zu Betreuenden reduzieren.

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